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Im Extrablatt wurde eine bemerkenswert freundliche Kritik unseres gemeinsamen Konzertes veröffentlicht.
Link:http://www.extra-blatt.de/rag-vwp/docs/454866/siegburg
Am Samstag, 15.10.2011 um 19.30 Uhr wirken wir beim Konzert des Siegburger Madrigalchores mit!
Auf diesen Auftritt freuen wir uns ganz besonders, weil wir vieles gemeinsam mit diesem Chor haben. Auf alle Fälle lieben wir es immer mal was Neues zu probieren, haben, genau wie unsere Freunde vom Madrigalchor, ausgebildete Gesangsprofis als Leiter und können uns deshalb über gute Stimmbildungs Maßnahmen freuen.
Die Veranstaltung findet in der Halle von
“Junges Forum Kunst”
Luisenstraße 80
Siegburg statt.
Der Eintritt ist frei!
Traut Euch! – unsere Frauen sind sehr nett-sie beißen und kratzen nachweislich nicht. Wer Lust hat, kann Donnerstags ab 20,00 Uhr gerne an einer Schnupperprobe teilnehmen. Ort: Erlöserkirche, Jahnstr. Siegburg-Brückberg,
Es geht wieder los – die Proben haben begonnen, und wir arbeiten fleißig an unserem Programm für das “Dankeschön Konzert” in der Erlöserkirche am Sonntag, dem 25. September 2011 diekt im Anschluss an den Gottesdienst. Natürlich sind alle kostenlos dazu eingeladen!
Das Singen muss zur Musik werden
Was einer der klugen Chorstrategen auf die Formel gebracht hat, dass die eigentliche Musik hinter den Tönen anfängt, hat sich auch der liebenswerte und agile Chorpädagoge und Stimmbilder Ruslan Aliyev zur Maxime erkoren. Für ihn muss das Singen zur Musik werden, lautet die plausible Maxime. Sein Werdegang prädestinieren ihn geradezu auch mit Chören erfolgreich zu agieren. Er hat Klaviermusik, Chorleitung, Sologesang und Musikpädagogik in Baku (Hauptstadt seiner Heimat Aserbaidschan), Cape Town (Südafrika) und an der Musikhochschule in Köln studiert. Die Schnupperprobe des von ihm geleiteten jungen gemischten Chores „KlangArt“ in Siegburg (erst Anfang 2010 gegründet) in der Erlöserkirche in Siegburg-Brückberg (in deren Räumen die engagierten Choristen donnerstags von 20.00 bis 22.00 Uhr proben) bestätigte den sehr guten Eindruck, den man erst kürzlich beim ersten Gemeinschafts- und Benefizkonzert der Siegburger Chöre in der Rhein-Sieg-Halle hinterlassen hatte. Dort ließen die ambitionierten Sängerinnen und Sänger fürwahr aufhorchen und auch bei der besagten Chorprobe (eine instruktive Lektion in zielbewußtem Singen) mußte man die Ohren ganz besonders spitzen.
Der sympathische Chorleiter hatte für diesen interessanten Abend die Ohrwürmer „You light up my life“ von Joe Brooks und „Somewhere“ aus Leonard Bernsteins Erfolgsmusical „West Side Story“ wirklich gekonnt arrangiert. Der erste Ohrwurm, mit dem sich der Chor ganz intensiv beschäftigte, hat in den siebziger Jahren die Charts gestürmt. Debby Boone, die sich mit ihrer gefühlvollen Interpretation des Liebeslieds unsterblich gemacht hat, verriet in jenen Jahren, dass sie inspiriert worden sei, die lyrische Ballade für Gott zu singen. Das ist des Pudels Kern! Man sollte nicht die Nase rümpfen und den Song als Schnulze abtun. Hätte sich der Dirigent von solchen Gefühlen leiten lassen, hätte er wahrscheinlich nicht zur Notenfeder gegriffen. Ich denke, er sollte den vorzüglich arrangierten Titel in einem Musikverlag veröffentlichen. Es gibt gewiß Chöre, die sich mit der Partitur ernstlich befassen würden. Doch ich will keinen Nebenschauplatz aufmachen und auf die Schnupperprobe eingehen, obwohl hin und wieder das eine oder andere Wort über einen findigen Chorsatz oder eine gelungene Chorbearbeitung verlieren sollte.
Der Chorleiter räumte der Stimmbildung und dem obligaten Einsingen die berechtigte Zeit ein und machte deutlich, dass man die gezielten Übungen zum Stimm- und Atemtraining ebenso mit überzeugender Freude und Ernsthaftigkeit angehen müsse, wie ein Auftritt oder ein Konzert. Die Choristen beherzigten dies auf lobenswerte Weise und auch die geforderte „Präsenzhaltung“ beim Singen und beim chorischen Atmen. Der Dirigent hat es seinen „Zöglingen“ nicht leicht gemacht und in seinem Arrangement viele harmonische Kniffe und satztechnische Schwierigkeiten niedergeschrieben, die viel an stimmlicher Beweglichkeit und Präsenz wie auch an Geschmeidigkeit, lebendiger Stimmführung und eine präzise Intonation verlangen. Dass man wegen einer gemeindlichen Veranstaltung in die Erlöserkirche ausweichen mußte, erwies sich als ein Glücksfall, da die stimmlichen Nuancen auf diese Weise zum Klingen gebracht wurden.
Die zielorientierte Arbeit zeigte im letzten Drittel der Chorprobe dann auch ihre positive und gewollte Wirkung. Sie setzte beim Dirigenten und seinem Chor die Glückshormone frei, die erst dann entstehen wenn man der erwähnten Maxime gerecht wird, dass das Singen zur Musik werden muss! Ein anderer Zeitgenosse (um an das eingangs erwähnte Zitat anzuknüpfen) hat einmal proklamiert, dass man von jeder Chorprobe ein Erfolgserlebnis mit nach Hause nehmen sollte. Das haben Dirigent und „KlangArt“ wieder einmal geschafft. Fazit: Man ist in der Erlöserkirche auf einem erfolgversprechenden Weg und wird ganz gewiß noch mehr von sich hören lassen
Walter Dohr
Walter Dohr, Redakteur des Chorverbandes NRW, schrieb in “Siegburg aktuell”:
Publikum erlebte eine Sternstunde
Internet-Auftritt Siegburg aktuell: Siegburgs Bürgermeister und Germania-Präsident Franz Huhn hatte davon geträumt, die Siegburger Chöre erstmalig in der hiesigen Chorgeschichte in einem mit „Siegburg singt – Siegburg swingt“ apostrophierten Konzert in die Siegburger Rhein-Sieg-Halle zu bringen. Dass der Chorfreund und in Kaldauen wohnende Huhn dabei auch an die Kaldauer Sänger dachte und ihnen einmal ein größeres Forum als das ortseigene Bürgerhaus zu bieten, ist ihm dabei nicht zu verdenken. Alle Chöre waren dem von Andreas Weitemeyer (MGV „Sängerbund“ Braschoss) organisierten und vom gewieften und gewitzten Programmführer Wolfgang Weinrauch (Schubertbund Siegburg) moderierten Gemeinschafts- und Benefizkonzert (der Erlös geht an den Deutschen Kinderschutzbund Ortsverband Siegburg e.V.) gefolgt und so konnte der Bürgermeister, der in der Begrüßung das Engagement der Choristen lobte, am letzten Maisonntag mit der Sonne um die Wette strahlen.
Wenn das gelungene Gemeinschaftskonzert (den Bühnenschmuck hatte die Fa. Ahrens+Sieberz gestiftet) auch nicht zum sängerischen Wettstreit ausarten sollte, so hatten sich der “Schubertbund Siegburg“ unter Chordirektor Heinz-Rolf Fliersbach (der den neuen Dirigenten souverän und umsichtig vertrat), der MGV Wolsdorf unter Werner Rondorf (Klavier: Hans-Peter Herkenhöhner), der MGV „Sängerbund“ Braschoss unter Marcel Engels (Klavier: Willi Kratz), der MGV Kaldauen unter Renate Füg, der Siegburger Madrigalchor als mehrfacher Meisterchor unter Radegund Ebus (Klavier: Frank Hoppe), der Gemischte Chor „KlangArt“ Siegburg unter Ruslan Aliyev aus Aserbaidschan und die Chorgemeinschaft „Germania“ Siegburg unter Musikdirektor Stefan Wurm (Klavier: Heinz Dieter Paul) mehr oder weniger penibel auf ihre Auftritte vorbereitet. Fliersbach beschwor den Namenspatron Franz Schubert, der mit seinen romantischen Satzkünsten bei den Männerchören unsterblich geworden ist. Der erfahrene Dirigent und seine weitgereisten Sänger taten dies in „Die Nachtigall“, „Widerspruch“ und „Nachtgesang im Walde“ auf eine Weise, die ihnen in vielen Jahren einen ausgezeichneten Ruf eingebracht hat.
Das zugegebene Wanderlied zeigte ebenfalls ein ausgeprägtes Stimmgefühl. Das demonstrierten auch die Kaldauer Sänger in den ausgereiften und präsenten Liedsätzen „Musica zu Ehren“ (Wilhelm Heinrichs), „In stiller Nacht“ (Johannes Brahms) und „Friedenstaube“ (Gerhard Rabe). Die harmonisch und rhythmisch verzwickten a-cappella-Chorsätze „Sonntagsseele“ (Wilhelm Bein) und „Abendfriede am Rhein“ (Mathieu Neumann) liegen besonders in den hohen Stimmlagen ganz gefährlich offen und es braucht deshalb gute Tenorstimmen. Die Wolsdorfer Sänger eröffneten den beschwingten Reigen mit dem Tanzliederzyklus „Marina“ (Arnold Kempkens), den die Braschosser Sänger mit den erfolgreichen Schlagermelodien „Ich war noch niemals in New York“ (Udo Jürgens) und „Über sieben Brücken muss du gehen“ (Peter Maffay).ebenfalls betonten. Der Siegburger Madrigalchor und der vor einem Jahr (!) gegründete Chor „KlangArt“ Siegburg (konnte sich keinen besseren Namen als „Klangkunst“ aussuchen) vertraten das Genre der Gemischten Chöre in bestechender und verblüffender Manier.
Man konnte an Gestik und Körpersprache von Radegund Ebus und Ruslan Aliyev allzu deutlich erkennen, dass jeder Chor ein genaues Abbild der künstlerischen Leiterin bzw des künstlerischen Leiters ist. Die stimmlich bestens präparierten Singstimmen ließen sich wirklich so inspirieren, dass die Rhein-Sieg-Halle von dem Riesenapplaus erbebte. „Smoke gets in your eyes“ (Jerome Kern), die pfiffigen und pointierten Erfolgstitel „Hey baby probiers mal mit nem Bass“ (den Basstimmen wie auf den Leib geschneidert) und „Der Ohrwurm“ der mitteldeutschen Vokalakrobaten „Wise Guys“ rissen die Gäste (unter ihnen auch MdB Lisa Winkelmeier-Becker und MdL Michael Solf saßen) förmlich von Stühlen. Zumal Radegund Ebus in der lautstark geforderten Zugabe „In the mood“ (Glenn Miller) als Sängerin und Dirigentin zeigte, dass sie Swing im Blut hat.
Der junge Chor, KlangArt, zeigte auf schier unglaubliche Weise, dass man Musik leben muss und dass diese hinter den Tönen beginnt. Die musikalische Losung des sympathischen Chorleiters, der als stürmisch erklatschte Zugabe ein nie gehörtes Geburtstagslied präsentierte, ist so lapidar und naheliegend, dass man es einfach glauben muss: Inspiration und Hingabe bis zum letzten Ton!
Die Sympathien flog den „Neulingen“ nur so zu und das in „Are you lonesome tonight“ (Elvis Presley), „Somewhere“ (aus dem populären Broadway-Musical „West Side Story“ von Leonard Bernstein) und dem beseelt lyrischen „Don´t go wasting your emotion“, mit dem „KlangArt“ ein äußerst liebenswerter Wurf gelang. Kein Wunder, dass Weinrauch ganz euphorisch von einer „Sternstunde in der Siegburger Chorszene“ sprach und Dr. Gundula Caspary (Stadtmuseum Siegburg) meinte, dass sie beschwingt nach Hause gehen würde. Man hatte sie auf die Bühne gebeten, um ihr für die vorbildliche Unterstützung beim Gemeinschaftskonzert besonders zu danken.
Stefan Wurm, der zum Finale mehr als 200 Sängerinnen und Sänger auf der Bühne um sich versammelte und mit ihnen ein angelsächsisches Folklorelied intonierte, dirigierte die „Germania“ umsichtig und souverän. Er hatte seinen Sängern plausibel gemacht, dass es beim unverwüstlichen Donauwalzer und der beliebten Polka „Leichtes Blut“ (beide von Strauß Sohn komponiert) in besonderer Weise (wie die meisten Programmstücke ohne Noten interpretiert) auf Stimmsitz und Stimmwitz ankommt. Als „Zugabe“ stimmte er gemeinsam mit dem Publikum (das zum Schluß stehend applaudierte) das Volkslied „Kein schöner Land“ an.
Walter Dohr
So titelten die großen Zeitungen im Rhein-Sieg-Kreis, Rhein-Sieg-Rundschau und Rhein-Sieg-Anzeiger nach dem Gemeinschaftskonzert “Siegburg singt-Siegburg swingt”. Die Reaktionen des Publikums beschrieb der Rhein-Sieg-Anzeiger so:
Zu diesem großartigen Erfolg kann man allen Chören gleichermaßen gratulieren.
Speziell für uns, die “KlangArt” bedeutet das: Wir sind auf dem richtigem Weg – doch jetzt fängt die Arbeit erst richtig an.
Natürlich wollen wir noch besser werden, und durch die Begeisterung, die unser erster großer Auftritt ausgelöst hat, haben wir ordentlich Rückenwind erhalten.
Unser Chor hat durch dieses Erlebnis viel gewonnen und kann nun enorm gefestigt neue Aufgaben angehen.
Unmittelbar nach dem Konzert gratulierten uns viele, auch neue Freunde.
Es haben sich neue Mitglieder beworben – wir freuen uns auf sie und heissen sie herzlich willkommen.